Wissenschaft

Fast bis ins All

Ein Wetterballon startet am Sonntag in Nammen und steigt voraussichtlich mehr als 35 Kilometer.
Eine Kamera sendet Live-Bilder und bei den Ausrichtern wächst langsam die Anspannung.

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Fliegt der Wetterballon kurz vor dem Weltall in Fetzen, stürzt die an ihm befestigte Styroporbox aus mehr als 35 Kilometern Höhe auf die Erde. Rasant geht das und erst kurz vor dem Aufprall bremst ein Fallschirm das Tempo so weit ab, dass die Box unbeschadet landen kann. Wo das ist, weiß noch keiner. Laut aktueller Wetterlage könnte es in einem Umkreis von 50 Kilometern passieren. Fest stehen allerdings die Daten für den Start. Um 10 Uhr hebt der Ballon am kommenden Sonntag samt Anhang im Nammer Berg 5 ab – und wird während der ganzen Mission Bilder senden. Das sogar live im Internet unter http://ssdv.habhub.org/.

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Unterwegs im All

Interview: Dr. Vitali Braun parkt Satelliten im Weltraum um, wenn sie mit Schrott kollidieren könnten.
Der Mindener glaubt, dass es Leben außerhalb der Erde gibt, und setzt sich für grüne Missionen ein.

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Dr. Vitali Braun kann in die Zukunft schauen: Er weiß, was in sieben Tagen passieren wird, ohne eine Glaskugel einzusetzen oder Tarot-Karten zu legen. Wenn sich Objekte wie Raketenreste und Satelliten im Weltraum treffen und diese Begegnungen zur Gefahr werden könnten, muss er reagieren. Übernatürliche Kräfte besitzt der Mindener nicht, er verlässt sich auf die Technik und Computer. Sein Arbeitgeber? Die European Space Agency (ESA) in Darmstadt, die Europäische Weltraumorganisation. Dort sitzt er im Space Debris Office (übersetzt: Büro für Weltraumschrott), betreibt Satelliten der ESA und kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn sich Kollisionen mit Weltraummüll abzeichnen und Ausweichmanöver gefragt sind. Im MT-Interview spricht er über den Weltraum als Ressource, grüne Missionen, außerirdisches Leben und Bruce Willis.

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Hantaviren stecken im Mäusedreck

Experten warnen vor Staub

Wissenschaft
Es beginnt wie eine gewöhnliche Grippe: mit Kopf- und Gliederschmerzen, Erkältungssymptome und Fieber. Anzeichen, die nicht nur bei einer Influenza auftreten. Es kann sich um ebenfalls eine Infektion mit in Mitteleuropa vorkommenden Hantavirus-Typen handeln. Laut Informationen des in Berlin ansässigen Robert-Koch-Instituts wurden in diesem Jahr bislang bundesweit 1558 Fälle gemeldet.

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Jahrhundertealte Schätze – wie soll man sie erhalten?

„Das Buch ist ein Individuum“

Wissenschaft
In jeder ordentlichen Bibliothek gibt es einen geheimen Raum, verschlossen für die Laufkundschaft, zu öffnen nur mit dem Schlüssel der Eingeweihten. Auch die Kreisergänzungsbücherei im Ernestinum besitzt so einen Raum. In ihm befinden sich uralte Bücher. Aber wie erhält man solche sensiblen Schätze aus dem 16. bis zum 18. Jahrhundert?

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Steter Tropfen höhlt den Stein

Die Schillat-Höhle: Deutschlands nördlichstes Loch unter der Erde

Wissenschaft
Bei dem Begriff „Loch“ gehen die Gedanken meist zuerst zu kleinen, nervigen Mottenlöchern in den Kleidungsstücken oder fehlenden Stücken in Papier, Wänden oder Decken. An die wirklich großen Löcher denkt im ersten Moment meist niemand – was auch kaum verwundert, immerhin liegen die weit unter der Erde.

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Eine kleine Sonnenuhren-Reise mit der „Deutschen Gesellschaft für Chronometrie“

„Auch Sie sind ein Gnomon!“

Wissenschaft
Wir sind vollkommen verrückt!“ Das sagen ein Mathematikprofessor und ein Bildhauer, ein Raumfahrt-Ingenieur, ein Bibliothekar und noch einige mehr aus dieser Gruppe, die sich „Gnomoniker“ nennen. „Gnomonik“, da müssen die meisten Menschen erstmal nachschlagen. Es bedeutet: Die Lehre von den Sonnenuhren.

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Solarforscher mit ausgezeichnetem Ruf

Ministerpräsident Weil würdigt wichtigen Beitrag des Institutes für die Energiewende / Land gibt mehr Geld

Wissenschaft
Den besonderen Beitrag der Emmerthaler Solarforscher für die Energiewende hat Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) gewürdigt. „Niedersachsen ist Vorreiter bei der Energiewende“, sagte Weil am Samstag bei einem Besuch des Institutes für Solarenergieforschung (ISFH). Zwar sei Niedersachsen ein ausgeprägtes Windland, doch bewiesen die Solarforscher, dass „sie zur absoluten Spitze in Deutschland zählen“, sagte er. Sie hätten sich einen ausgezeichneten Ruf im Bereich der Forschung erworben.

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Imker sorgen sich um Bienen

Hugo Dase pflegt seine Völker schon seit rund 70 Jahren

Wissenschaft
Bienensterben war und ist in den Medien ein großes Thema. „Im Kreis Hildesheim gibt es teilweise schon Totalausfälle bei der Honigernte. Ich habe etwas Angst, dass das auch bei uns passiert“, erklärte Reinhart Stichweh während eines Treffens des Imkervereins Salzhemmendorf in Oldendorf. Der Verein hat derzeit 23 Imker als Mitglieder, die sich zusammen um 170 Bienenvölker kümmern. Im Winter sind das rund 2,5 Millionen Bienen. Im Sommer wachsen die Bienenvölker zusammen dann schon mal auf bis zu über 10 Millionen Bienen an, die von Imkern zwischen Thüste und Coppenbrügge versorgt werden.

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Rattenfänger – gibt’s die?

Es gab sie wirklich und es gibt sie auch noch heute / Damals wurden sie in den Städten oft herbeigesehnt

Wissenschaft
Diese Frage stand einst eingangs der Ausstellung zur Rattenfänger-Sage im Museum Hameln. Die Antwort dazu wurde auch gleich gegeben: „Rattenfänger hat es wirklich gegeben und gibt es auch heute, der ,Rattenfänger von Hameln’ jedoch ist eine literarische Fiktion.“Was aber waren das damals für Leute, die „echten“ Rattenfänger vergangener Jahrhunderte?

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Anfänge der Chemie

Sie waren die Ersten ihrer Art

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Was studieren Sie, junger Mann?“ – „Chemie“ – „Ach so, Physik?“ So verläuft ein Dialog in Heinrich Manns „Der Untertan“ von 1918. Was es mit der Chemie recht eigentlich auf sich hat, ist so manchem auch heute noch ein Rätsel. „Ich kenne das“, sagt Chemieprofessor Georg Schwedt aus Bonn. „Chemie ist ein geradezu angstbesetztes Thema, mit den unzähligen Elementen, den Formeln, den schwer verständlichen Experimenten.“ Umso mehr reizt es ihn, zumindest die Bedeutung angewandter Chemie unter die Leute zu bringen.

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