Sport

Überraschung in Hamar

Gentiana Fetaj wechselt als Kapitänin der U16-Nationalmannschaft in die 
nächste Altersstufe. In Gütersloh könnte die 15-Jährige bald bei den Frauen spielen.

Sport
Als Gentiana Fetaj am 2. Juli die Kabine des Fart Stadions im norwegischen Hamar betrat, wusste sie nicht, dass dies der wohl größte Schritt in ihrer bisherigen Fußball-Karriere werden würde. Auf ihrem Platz lagen Hose, Stutzen, das Trikot mit der Nummer sechs – und obendrauf die schwarz-rot-goldene Kapitänsbinde. „Da war ich erstmal baff“, sagt die U16-Nationalspielerin aus Gorspen-Vahlsen.

3.444 Zeichen
1 dazugehöriges Bild

Startgebühr statt neue Jeans

Hannah Kölling setzt für ihre Leidenschaft klare Prioritäten. Beim 
Mountainbike-Marathon fährt sie mittlerweile in Europa vorne mit.

Sport
Manchmal möchte Hannah Kölling ihr Mountainbike einfach hinschmeißen. „Es gibt so Situationen, da fragt man sich schon, warum man das alles macht“, sagt die 22-Jährige. Dann denkt sie an das Geld, das sie in ihren Sport investiert. An die Dinge, auf die sie verzichtet. An die Zeit, die sie opfert. Meistens findet die ambitionierten Amateurin, die fast wie ein Profi trainiert, aber schnell zu sich selbst zurück: „Ich kann mich unheimlich gut quälen, das ist meine große Stärke.“

4.771 Zeichen
1 dazugehöriges Bild

Wenn der Rausch das Leben beherrscht

Ulli Borowska galt zu seiner Zeit als Profifußballer als einer der härtesten Verteidiger der Bundesliga. 
Doch die Alkoholsucht spülte ihn an den Abgrund. Über seinen Lebensweg sprach der 56-Jährige in Minden.

Sport
Von 1980 bis 1997 zittern die Offensivspieler der Fußball-Bundesliga vor Ulli Borowka. „Die Axt“ ist einer seiner Spitznamen. Und mit der verbalen Axt berichtet Borowka am Dienstagabend im gut gefüllten Vip-Raum der Kampa-Halle über seine Alkoholsucht, liest Passagen aus seiner Biografie „Volle Pulle“ und prangert schonungsslos den Umgang der Gesellschaft mit Süchten und vor allem der aus seiner Sicht viel zu halbherzigen Prävention im Jugendalter an.

4.135 Zeichen
1 dazugehöriges Bild

Warum mich die Fußball-WM kaltlässt

Das kickt nicht mehr

Sport
Fußball, wir müssen reden. Ganz offen, wir kennen uns schließlich schon ein Weilchen. Doch irgendwie ist die Angelegenheit zwischen uns beiden schwieriger geworden, Fußball. Vor allem dann, wenn’s um diesen ganz großen Fußball geht, den Fifa-Fußball. Jeder ahnt, was nun kommt – also in Kurzform. WM 2018: Russland (He, ist das nicht der Sponsor von Schalke?), WM 2022: Katar (optimale Voraussetzungen – so man vom Klima, der Scharia und dem Fußballdesinteresse der Bevölkerung absieht) und die WM 2026? Die geht dann wohl schon bald nach – im Vergleich akzeptabel – Amerika. Schließlich will Trump bei abweichendem Abstimmungsverhalten afrikanischen Ländern den Geldhahn zudrehen. Fußball, warum willst du nur mit solchen Leuten zu tun haben?

4.862 Zeichen
1 dazugehöriges Bild

Wenn „Drachen“ über die Weser jagen

Ursprung der Paddelwettkämpfe liegt in China

Sport
Dumpfe Trommelschläge und anpeitschende Rufe sind auf der Weser zu hören, ein schmales, langes Boot schießt zwischen den Ufern hinweg. Im schnellen Rhythmus werden 18 Ruder ins Wasser getaucht. Eine Szene, wie sie derzeit nahezu jeden Tag beobachtet werden kann, laufen doch die Vorbereitungen für das Drachenbootrennen auf Hochtouren. Seit Jahren findet der Wettstreit auf dem Wasser statt und knüpft damit an eine uralte Tradition an.

5.920 Zeichen
2 dazugehörige Bilder

Eine sportliche Sensation

Mit 92 Jahren ist Johanna Quaas die älteste Wettkampfturnerin der Welt. Das stellt sie im 
Audimax der Fachholschule Minden unter Beweis und verblüfft dabei das Publikum.

Sport
Viele Zuschauer können kaum glauben, was sie da gerade sehen. Manche schütteln ungläubig den Kopf, andere bekommen den Mund kaum zu – und das voller Bewunderung. Grund dafür ist eine kleine, gerade mal 150 Zentimeter große Frau. Es ist Johanna Quaas, 92 Jahre, Wettkampfturnerin.

2.468 Zeichen
2 dazugehörige Bilder

Die Schande von Tirana

17. Dezember 1967: Die Nationalmannschaft scheitert bei der EM-Qualifikation an Albanien

Sport
Die schwärzeste Stunde in seiner 14-jährigen Amtszeit ist nicht die Niederlage gegen die DDR bei der Heimweltmeisterschaft 1974 und auch nicht die 2:3-Klatsche gegen die Nationalmannschaft von Österreich bei der WM vier Jahre später, mit der das deutsche Team das Spiel um Platz drei verpasst, die schwärzeste Stunde des Bundestrainers Helmut Schön ist nicht einmal eine Niederlage, sondern ein profanes torloses Unentschieden, aber das Spiel geht als Schande von Tirana in die Annalen des deutschen Fußballs ein.

5.871 Zeichen

Unser Ulle

27. Juli 1997: Ein Rostocker gewinnt als erster Deutscher die Tour de France

Sport
Es ist eine Szene, die niemand vergessen wird, der sie gesehen hat: Bjarne Riss vom Team Telekom, Gewinner der Tour de France 1996, nimmt ein Jahr später bei der Frankreich-Rundfahrt sein Rad und schleudert es wütend in den Straßengraben. Riss hat sich viel vorgenommen, denn am Thron des Tour-Sieges kratzen viele, allen voran sein Teamkollege Jan Ullrich. Riss will es beim Zeitfahren allen zeigen, doch dann zickt sein Rad.

3.492 Zeichen

Der Ronaldinho der Kreisliga

Fußball: Syrer Rostom Youssef könnte das Double des brasilianischen Weltstars sein

Sport
Das gelbe Trikot stimmt, die lange lockige Haarmähne, das markante schwarze Stirnband – und damit auf den ersten Blick auch die Optik. Er könnte es tatsächlich sein: Ronaldinho, der brasilianische Ball-Zauberer. Doch was macht der einst beste Fußballer der Welt denn plötzlich in der Kreisliga beim TSV Klein Berkel? Wohl kaum seine glanzvolle Karriere ausklingen lassen. Die Frage ist deshalb auch schnell beantwortet: Der filigrane Techniker mit der Rückennummer zehn, der dort im Mittelfeld geschickt die Strippen zieht, heißt Rostom Youssef und ist Syrer.

2.773 Zeichen
2 dazugehörige Bilder