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Auf den Spuren des Todesmarschs

Widerstandskämpfer war unter Nazis im Zuchthaus inhaftiert – Nachfahren suchen seine letzten Stätten auf

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Am 5. April 1945 kam der niederländische Widerstandskämpfer Sef van Megen beim Todesmarsch des Zuchthauses Hameln nach Holzen am Ith ums Leben. 73 Jahre später wandelt Ingrid Huys mit ihren beiden Kindern, David und Lotta, auf den Spuren ihres Großonkels.

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Kleine Museen auf dem Lande: „Heimatstube Haus Klenke“

Kulturhistorisch kaum verändert

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Sie ist kein Dorfmuseum im herkömmlichen Sinne, die „Heimatstube Haus Klenke“. Wer das Fachwerkhaus an der Breiten Straße 67 betritt, taucht ein in die spartanische Lebenswelt des Friedrich Klenke. Der Landwirt war letzter Bewohner dieses 1779 im Auftrag von Harm Klenke errichteten und im Laufe der Jahrhunderte nur wenig veränderten Bauernhauses.

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Seine Reise beginnt in Ruinen

Die Memoiren von Erik Meyer zeigen das Leben in Hameln während des Zweiten Weltkriegs

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Gerade war Erik Meyer noch auf Safari in Tansania. Er ist ein Weltenbummler – und in Hameln aufgewachsen. Als Kind erlebte er hier die 1940er Jahre, „das Jahrzehnt von Krieg und Zerstörung“. Seine Erinnerungen hat er aufgeschrieben. Herausgekommen ist ein beeindruckender Zeitzeugenbericht, den der 78-Jährige eigentlich gar nicht veröffentlichen wollte.

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Kleine Museen auf dem Lande: Die „Heimatstube“ in Frenke

Eintauchen in dörfliche Welt von früher

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Neben dem stolzen Fachwerkhaus von 1822, errichtet in Vierständerbauweise, öffnet Cord Hölscher ein unauffälliges Scheunentor. Kaum eingetreten, taucht der Besucher ein in Zeiten, „in denen Frenke ein reines Bauerndorf mit Kirche, Schule, zwei Gastwirtschaften und einem Krämerladen war“. Wo früher Pferde und Kühe lebten, erinnern die Werkbank des Schusters, Acker- und Erntegerät, Werkzeug vom Stellmacher, Schmied und Sattler, Wasch-zuber, Butterfass und Senfmühle daran, dass früher harte körperliche Arbeit der Alltag war – und fast alles Handarbeit.

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Die Flut stoppen

Ein 200 Meter langer Abschnitt des Mittellandkanals rutscht ab und die Umgebung wird überschwemmt.
Dieses Szenario probt die Bundeswehr mit zivilen Helfern bei der Übung „Trogbruch 2018“.

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Die gute Nachricht vorab: Die Leute in Leteln und Dankersen können weiter ruhig schlafen. Denn dass der Kanal bricht und ihre Keller überflutet werden, ist „sehr sehr unwahrscheinlich“. Das macht Oberstleutnant Ulrich Meyer gleich zu Beginn der Stabsrahmenübung „Trogbruch 2018“ klar. Andererseits: Ein Ingenieur sagt niemals nie. Darum hat das Kreisverbindungskommando (KVK) Minden-Lübbecke diese Übung konzipiert. Im Zwei-Jahres-Rhythmus lädt die Bundeswehr zivile Hilfskräfte – wie Feuerwehr, THW, DRK und die Ordnungsämter – ein, um die Verfahrensabläufe im Katastrophenfall zu besprechen.

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Kleine Museen auf dem Lande: Das Druckerei-Museum

„Schwarze Kunst“ lebendig halten

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Jürgen Seegers Hand weist in Richtung der halbrunden Bleiplatten. „Wenn Sie damit acht Stunden lang hantiert haben, brauchen sie anschließend garantiert keine Muckibude mehr“, beteuert er. Die durch – selbstverständlich erst nach zuvor erbetener Erlaubnis – Anheben einer der Platten erfolgte Probe aufs Exempel bestätigt das: Die Dinger sind schwer, jede von ihnen wiegt gut und gerne ihre zwölf Kilo.

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Von der Kultstätte zum Kurort

Blick auf die wechselnden Machtverhältnisse im Pyrmonter Tal / Vor 350 Jahren wurde die Hauptallee angelegt

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Die heilbringenden Quellen begründeten Bad Pyrmonts Ruf als mondäne Kurstadt. Doch dem Aufstieg zu einem Ort, der europaweit fürstliche Herrschaften anzulocken vermochte und im Pyrmonter Wundergeläuf seinen Höhepunkt fand, ging eine wechselvolle Geschichte voraus. Vor allem zwei wichtige Daten ragen aus Bad Pyrmonts Historie hervor.

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Kleine Museen auf dem Lande: Die „Schillat-Höhle“

Märchenwelt unter der Erde

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Mit den notwendigen Schutzhelmen versehen, gleiten die Besucher der Schillat-Höhle in einem Aufzug mit gläserner Wand in 45 Meter Tiefe hinab – und durchqueren dabei innerhalb von gut 50 Sekunden mehrere Millionen Jahre Erdgeschichte. Unten angekommen, befinden sie sich auf dem Grund eines ehemaligen zur Besichtigung freigegebenen Steinbruchs und können zunächst einmal an den senkrechten Felswänden den soeben vollzogenen erdgeschichtlichen Trip nachvollziehen.

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Kleine Museen auf dem Lande: Der „Hüttenstollen Osterwald“

Knochenharte Arbeit „unter Tage“

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Eine museale Einrichtung in gleich doppelter Form ist „Der Hüttenstollen – Besucherbergwerk & Museum Osterwald“. Da gibt es, wie schon der Name verrät, zum einen das Besucherbergwerk, das einen Teil des ehemaligen Steinkohlebergwerks sicht- und erlebbar macht, zum anderen ein modernes, klimaneutrales Museumsgebäude, in dem unter dem Motto „Rund um die Steinkohle“ Bergbau und Gewerbe am Osterwald präsentiert werden. Wir haben dem kleinen Museen einen Besuch abgestattet.

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Die Angst vor dem Einwohnerschwund

Hameln-Pyrmont verliert bis 2035 voraussichtlich mehr als 18 000 Einwohner – das hätte gravierende Folgen

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Man stelle sich – nur ganz kurz! – den Landkreis Hameln-Pyrmont ohne die Stadt Bad Pyrmont vor. Die Kurstadt von der Landkarte radiert, die Bewohner fortgezogen oder verstorben. Es wäre ein beklagenswerter Verlust für die Region und das Land. Die Dimension entspricht dem Aderlass, den Hameln-Pyrmont innerhalb von zwei Jahrzehnten zu verkraften haben dürfte – zwar nicht auf Bad Pyrmont zentriert, sondern auf die gesamte Fläche verteilt. Aber mit gravierenden Folgen für die einzelnen Kommunen und für alle hier lebenden Menschen.

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Als Hameln der Abriss drohte

Altstadt hatte in den 1960er Jahren mehrere Retter: Wolfgang Steiniger war einer von ihnen

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Man stelle sich kurz vor, Hameln wäre nicht diese kleine, niedliche, historische Puppenstube. Kaum noch jahrhundertealtes Fachwerk. Dafür Betonburgen mit dem zweifelhaften Charme der 1970er Jahre. Es gab Menschen, die geholfen haben, dass die Hamelner Altstadt gerettet und bewahrt wurde. Einer von ihnen war Wolfgang Steiniger.

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Arbeiten unter der Haube

Die Rodenbecker Mühle soll in diesem Jahr aufwendig saniert werden. 
Daneben hat der Bauhof in Frille noch weitere Vorhaben.

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Rund 40 Jahre ist es her, dass eine Initiative zum Erhalt der Mühlen im Kreis Minden-Lübbecke startete. Damals schienen sie dem Verfall preisgegeben, heute sind die Mühlentage fester Bestandteil des Veranstaltungsprogramms von April bis Oktober. „Wir wollen die Mühlen erhalten und der Öffentlichkeit präsentieren“, sagt Friedrich Rohlfing, Geschäftsführer und Leiter des Mühlenbauhofs in Frille.

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Reparatur ausgeschlossen

Die Bauverwaltung Petershagen informiert über die Aufgabe der Jösser Brücke.
Niemand will, dass ein solches Bauwerk ungenutzt in der Landschaft steht.¶

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Die Zukunft der Jösser Brücke ist weiter offen. Bei einem Gespräch mit Vertretern des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Verden sei von der Entwidmung des Bauwerks die Rede gewesen, so Kay Busche aus der Petershäger Bauverwaltung. Danach scheint wahr zu werden, was WSA-Leiter Thomas Rumpf schon vor Wochen angekündigt hatte: Es könne sein, dass das WSA die Brücke ganz aufgibt. „Wir warten jetzt auf ein entsprechendes Schriftstück aus Verden“, so Kay Busche. Gegenüber dem MT hatte das WSA das Gespräch mit der Stadtverwaltung angekündigt. Petershagen selbst ist nicht für den Betrieb der Brücke zuständig, informiert aber auf der Homepage über die fortlaufende Sperrung.

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Viele Altstadtgebäude bröckeln – doch ein Experte fehlt

60 Prozent der Hamelner Altstadt stehen unter Denkmalschutz

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25 Jahre nach Ende der Altstadtsanierung sind 30 bis 50 Prozent der alten Bausubstanz in der Hamelner Altstadt Schätzungen zufolge wieder sanierungsbedürftig. An vielen Fachwerkhäusern faulen die Balken, von barocken Gebäuden blättert die Farbe – doch ein Denkmalschutz-Experte fehlt seit Monaten.

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Hamelner Freimaurerloge wird 240 Jahre alt

„Die Rituale muss man selbst erleben“

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Mit einem Alter von 240 Jahren zählt die Freimaurerloge „Zur königlichen Eiche“ zu den ältesten Vereinen der Hamelner Stadtgeschichte. Sechs Offiziere des Königreichs England waren es, die gemeinsam mit vier städtischen Beamten am 25. März 1778 in einem Raum im Haus Osterstraße 12 die Loge „Zur Eiche“ gegründet hatten und den Pyrmonter Freimaurerbruder Gottlieb Johann Heinrich Brauns zu ihrem ersten Meister vom Stuhl wählten.

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Den Anschluss verloren

Im gesamten Stadtgebiet gibt es nur noch elf Telefonzellen – vier weitere sollen jetzt weg, sagt die Telekom

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Eigentlich muss man sich ja wundern, dass sie überhaupt noch da sind. Telefonzellen sind gefühlt schon seit Jahren den Weg von Parkuhren und Videorekordern gegangen: ins Geschichtsbuch der Alltagstechnik. Um so erbitterter tobt seit Jahren in Kommunen landauf, landab der Kampf um die Zellen, die noch da sind.

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Das Gesicht von Niedersachsens Bauern

Einer von 28 000: Björn Estorf spielt im neuen Werbefilm des Landvolks eine Hauptrolle

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Björn Estorf gibt Niedersachsens Landwirten bei der „Grünen Woche“ ein Gesicht: Der Gestorfer ist einer von fünf Bauern, die für eine neue Image-Kampagne des „Agrarlands Nummer eins“ ausgewählt worden sind. Er – und damit auch Springe – kommen in dem fünfminütigen Film, der 2018 auf der internationalen Agrar-Messe seine Premiere feierte, groß raus.

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Abtreibung: Wenig Raum für Konfliktberatung

Seitdem der Landkreis Schwangere nicht mehr berät, hat die Diakonie viel zu tun

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Wenn eine Frau ungewollt schwanger wird und sich für eine Abtreibung entscheidet, ist das mit einigen Auflagen verbunden. Bedingung für die Straffreiheit ist die sogenannte Schwangerschaftskonfliktberatung. Doch seit der Landkreis Hameln-Pyrmont seine Beratungsstelle geschlossen hat, gibt es nur noch wenige Anlaufstellen.

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Was verbirgt sich in dem „Dicken Turm“ der Coppenbrügger Burg?

Das Geheimnis der zugemauerten Tür

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Anfang der 60er Jahre war da noch eine aus Brettern zusammengezimmerte Tür, die das Tor mit dem prächtigen Renaissancerahmen zum linken Turm der Coppenbrügger Burg verschloss. Heute ist dieses Tor mit massiven Steinquadern zugemauert, sodass es schon etwas schwieriger ist, die Tür zu öffnen und Einblicke ins Verschlossene zu ermöglichen. Erste Hinweise auf die Frage, was sich hinter der zugemauerten Turmtür verbirgt, gibt jedoch der Coppenbrügger Lokal-Historiker Gernot Hüsam.

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Nun strahlt es wieder

Arbeiten am Haupthaus des Rittergutes Ohr abgeschlossen / Sanierung vom Keller bis zum Dach

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Nun strahlt es wieder in den für den Klassizismus typischen hellen Farbtönen: Das Herrenhaus des Rittergutes Ohr wurde seit Oktober letzen Jahres – sozusagen von Kopf bis Fuß – aufwendig saniert. Es ist nun wieder ein echter Hingucker. (Redaktioneller Hinweis: Dieser Text enthält Angabe zu Sanierung von Baudenkmälern, Geschichte Gut Ohr, Finanzierung).

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Grundstücke als Geldquelle

Hameln erhebt den höchsten Grundsteuersatz im Landkreis Hameln-Pyrmont

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Wenn es um die finanzielle Belastung der eigenen Einwohner geht, hat Hameln nicht nur bei der Hundesteuer die Nase vorn. Auch die Hebesätze für die Grundsteuer B, die für bebaubare oder bebaute Grundstücke erhoben wird, haben es im Vergleich mit den anderen Kommunen des Landkreises in sich.

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Geheimnisvoller Ith

Sagenumwobener Höhenzug voller Kultstätten – Sogar eine Version der Rattenfängersage endet hier

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Unter den Bergen des nördlichen Weserberglandes gibt es kaum einen, der so sagenumwoben ist wie der Ith. Ob der altgermanische Kult- und Opferplatz „Wackelstein“, das Felsheiligtum „Fahnenstein“ aus heidnischer Zeit oder der Felskessel und Kultplatz „Teufelsküche“: Die Anziehungskraft des weserbergländischen Höhenzugs ist stark. Sogar eine Version der Rattenfängersage endet hier. Allerdings sind nur noch wenige der Kultstätten zugänglich, da sie im Naturschutzgebiet Oberberg liegen.

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Vor zehn Jahren: Kyrill knickt Bäume wie Streichhölzer und löst größten Unwettereinsatz aus

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Es ist zehn Jahre her. Es war ein trüber Donnerstag. Der Himmel war wolkenverhangen, die Luft für einen Wintertag im Januar verblüffend mild. Der Deutsche Wetterdienst hatte zwar für den Tag vor einem aufziehenden Orkantief gewarnt: „Kyrill“, benannt nach einem griechischen Vornamen, sollte über das Land ziehen. Doch mit dem, was sich am 18. und 19. Januar 2007 über Europa zusammenbraute, hatten wohl nur die wenigsten gerechnet.

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„Die Kinder vom Nega-Dorf“

Familie Schön lebte von den 30er Jahren bis in die 60er Jahre am Hamelwehr / Teil 2

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Das Hamelwehr war das berüchtigte Armenviertel in der Südstadt, das bis in die 70er Jahre fortbestand. Häufig war es Stadtgespräch – selten bis gar nicht kamen dabei die Menschen zu Wort, die dort lebten. In der Dewezet-Serie „Die Menschen vom Hamelwehr“ wird die Geschichte der Siedlung aus der Perspektive der Bewohner erzählt. Familie Schön lebte von den 30ern bis in die 50er Jahre am Hamelwehr.   Wenn die Schöns vom Hamelwehr erzählen, dann geraten sie ins Schwärmen. Sie haben in der (...)

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