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Auf den Hund gekommen

Weil immer weniger Tierärzte außerhalb der Sprechzeiten zur Verfügung stehen, kommt es beim Notdienst zu Engpässen. Das soll sich ändern.

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Tierärzte schlagen Alarm. Weil das Arbeitszeitgesetz auch in ihrer Branche Geltung hat, ist es für sie schwer geworden, einen Notdienst in den Abend- und Nachtstunden sowie an Wochenenden und an Feiertagen aufrecht zu erhalten. Betroffen sind vor allem die Halter von Kleintieren wie Hunde oder Katzen, wenn akute Vorfälle wie Atemnot, Allergische Schocks, epileptische Anfälle oder Verletzungen jeglicher Art zu versorgen sind. In der kommenden Woche wollen Veterinäre klären, in wieweit sie im Kreis Minden-Lübbecke zu einer Regelung gelangen können. Tierärzte wollen sogar mit einer Petition alle Kollegen über den gesetzlichen Weg in die Pflicht zum Notdienst nehmen.

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Im grünen Bereich

In der vergangenen Woche erreichte die Ozon-Konzentration in Teilen Nordrhein-Westfalens 
einen kritischen Wert. Der Kreis Minden-Lübbecke war davon nicht betroffen.

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Es entsteht in Erdnähe durch starke UV-Einstrahlung und kann bei höherer Konzentration zu Reizungen der Atemwege und Augen führen: Ozon, das aus drei Sauerstoffatomen bestehende Molekül, war lange Zeit kein Thema in der öffentlichen Wahrnehmung und bekommt bei der derzeitigen Hitzewelle wieder mehr Aufmerksamkeit.

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Der Herr im Hühnerhof

Herbert Rüter aus Mindenerwald ist Geflügelzüchter aus Leidenschaft. Gerade ist er 
zum Bundesehrenmeister ernannt worden – die höchste Auszeichnung in Deutschland.

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„Das ist unser Klärchen“, sagt Herbert Rüter und zeigt auf ein Huhn, dass sich in Form und Farbe deutlich von den anderen Tieren unterscheidet. Klärchen wird niemals ein Rassehuhn, das bei Ausstellungen Preise gewinnt. Aber weil es die Nachbarskinder so gerne haben, teilt Klärchen mit den potenziellen Champions das Gehege im Hiller Ortsteil Mindenerwald. Herbert Rüter liebt sein Hobby – die Rassegeflügelzucht – und wenn er über seine Tiere spricht, leuchten seine Augen. Gerade ist der 71-Jährige auf der Bundesversammlung in Berlin zum Bundesehrenmeister ernannt worden – die höchste Auszeichnung, die es für Rassegeflügelzüchter in Deutschland gibt. „So ein wichtiger Typ bin ich doch gar nicht“, winkt der Mindenerwälder ab, aber ein bisschen stolz sei er schon.

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Ein komischer Vogel

Max ist blind und hat verkümmerte Zehen. Sein Überlebenswille ist dennoch
groß, sagt Vera Schäfer. Zum Tierarzt will sie nicht.

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Die Augenhöhlen sind nur vage angedeutet, die Zehen zeigen sich krass verformt, fliegen will oder kann das Tier nicht. Auf den ersten Blick wird deutlich: Max ist ein komischer Vogel. Schmerzen leidet er wohl keine, sagt seine Besitzerin Vera Schäfer aus Lahde. Und: „Der Kanarienvogel frisst ganz normal, am liebsten Eigelb.“ Nein, zum Tierarzt wolle sie nicht – aus Sorge, dass der Rat in eine Richtung gehen könnte, die Vera Schäfer auf gar keinen Fall will: „Lassen Sie das Tier einschläfern.“

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Auf Räuberjagd: Die Leidenschaft am Angeln reißt nicht ab

Ungebrochene Begeisterung

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Alle Vereine klagen über Nachwuchsmangel. Alle Vereine? Nein. Eine Nische ist frei von Nachwuchssorgen. Die Angler des Sportfischervereins Hameln und Umgegend können sich nicht über einen Mangel an Nachwuchs beklagen. Seit vielen Jahren bleibt ihre beachtliche Mitgliederzahl von über 1200 konstant. Eine Suche nach Antworten.

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Zirkus auf Kuschelkurs

Wohin er auch reist, das Thema Tierschutz folgt dem Show-Unternehmen.
Schon Wochen vorher wenden sich Tierschützer und Tierfans an die örtlichen Medien.

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Rechtzeitig vor der Premiere hatte der Runde Tisch Minden-Lübbecke zur Mahnwache vor dem Zirkus Krone aufgerufen. Die Gruppe engagiert sich im Kreis für Tierschutz und Tierrechte – und mit dem bekannten Zirkus ist einer der namhaftesten Gegner in der Stadt. Doch der Protest gegen Wildtiere im Zirkus ist mehr als eine örtliche Veranstaltung. Schon Wochen vor dem geplanten Gastspiel kommen die ersten Mails von Tierrechts-Organisationen in der Redaktion an. Zum Beispiel aus Roth: Die „Aktionsgruppe Tierrechte Bayern“ kritisiert das Gastspiel als unethisch und gefährlich. Wilde Tiere könnten ausbrechen und Menschen gefährden, ihre Haltung könne niemals artgerecht sein, schreibt der Sprecher der Gruppe, Simon Fischer.

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Eine tierische Freundschaft

Wie Heidschnucken-Lamm Rieke aufgepäppelt wurde – und tierische wie menschliche Freundschaften schloss

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Ein Herz und eine Seele – das gilt nicht nur für Gundula Wegner und Heidschnucke Rieke. Das zwei Monate alte Lamm, von der Hajenerin mit der Flasche großgezogen, tollt durch die Feldmark mit dem Familienhund Louis und Charlie aus der Nachbarschaft. Eine bewegende Geschichte allemal dokumentiert die Fotoserie von Carmen Schnell vom ungewöhnlichsten Wettrennen des Weserberglandes mit den ungleichen Vierbeinern, berührende Erlebnisse sind es, die dazu Gundula Wegner erzählt.

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Unkrautvernichtungsmittel vergeht

Die meisten Gartencenter und alle Baumärkte nehmen Produkte mit Glyphosat aus dem Verkauf. Einige Kunden wollen aber immer noch das umstrittene Herbizid.

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In Minden und Umgebung wollen vor allem die Baumarktketten mit dem Herbizid Glyphosat nichts mehr zu tun haben. Das ergab eine MT-Umfrage in der Branche. Erst in der vergangenen Woche hatte der BUND seine landesweite Erhebung unter Gartencentern und Baumärkten mit dem gleichen Ergebnis veröffentlicht – allerdings hatte ein Drittel der befragten Unternehmen sich nicht zu seinem Sortiment geäußert.

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Klein und gemein

Zecken können auch bei uns schwere Krankheiten übertragen.
Der gefährliche Eichenprozessionsspinner ist hier derzeit nicht unterwegs.

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Der größte Fehler der menschlichen Beute: Flipflops und kurze Hose. Die wohl gefährlichsten Waldbewohner der Region kommen von unten. Sie sind geduldig und warten auf Kniehöhe mitunter jahrelang auf ihre Opfer. Und sie bleiben dran, wenn sie einmal Witterung aufgenommen haben. „Zecken gehören in unseren Wäldern einfach dazu“, sagt Andreas Roefs, beim Regionalforstamt OWL in Minden zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Zum Glück gehört der Mühlenkreis bislang noch nicht zu den Gebieten, in denen die kleinen Blutsauger die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, übertragen können. Doch Jahr für Jahr rückt die Grenze nach Norden vor. Krank machen können Zeckenbisse aber auch bei uns: „Auch im Kreis Minden-Lübbecke sind Borrelienzecken vorhanden, es liegen aber keine Angaben zur Häufigkeit im Zeckenbestand vor“, sagt Dr. Elke Lustfeld, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes.

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Neuer Sommerlook

Einmal im Jahr steht bei den Alpakas von Kirsten Ludolf der Friseurbesuch an. Ohne Spucken und Jammern geht das Scheren nicht über die Bühne.

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„Eins, zwei, drei und hoch“: Zu dritt wird Alpakadame Imelda auf den Tisch gehievt und „flach gelegt“. Während Kirsten und Jörg Ludolf sie festhalten, fixiert Ulrich Baum die Hinter- und Vorderläufe mit einer Seilkonstruktion. „Je mehr die Tiere zappeln können, desto eher kann es zu Verletzungen kommen“, erklärt er. Schließlich sind Alpakas Fluchttiere, sich hinzulegen bedeutet für sie Stress. Dann zückt der gelernte Tierpfleger die Schermaschine. Das Gerät brummt, das Tier schnaubt, der Rest der Herde schaut irritiert herüber – los geht die Friseurbehandlung. Einmal im Jahr werden Alpakas geschoren: Um Ostern beginnt die Saison, Mitte Juli endet sie. Bei Ludolfs war Ulrich Baum Mitte Mai, zwei Tage mussten die Tiere im Stall bleiben, damit die Wolle nicht nass wird. Auch wenn das Scheren den Tieren nicht gefällt und für Außenstehende etwas roh anmutet, befreit man die Steppentiere, die eigentlich aus den südamerikanischen Anden stammen, von einer Last.

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Der Kuckuck und seine unbeliebten Überraschungseier

Kuckucksweibchen sucht bis zu 20 Nester auf / Küken entledigen sich Konkurrenz

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„Kuckuck“. Jeder kennt seinen Ruf, zu Gesicht bekommt man ihn eher selten. Mit dem anderen Ruf – seinem Ansehen – ist es nicht zum besten gestellt. Er sei hinterhältig, böse, betrügerisch - sagt man ihm nach. Dazu gibt es Redensarten wie „Scher dich zum Kuckuck.“ Selbst für das unbeliebte Pfandsiegel musste er seinen Namen hergeben. Für sein schlechtes Image hat der Kuckuck selbst gesorgt. Trotz allem haben die Deutschen eine besondere Affinität für ihren Kuckuck - und ehren ihn sogar mit Uhren.

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Schlafen Ameisen eigentlich nie?

Die fleißigen Insekten begnügen sich mit Ruhepausen – stehend oder hängend

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New York? Geschenkt beim Anblick eines echten Ameisenhaufens. Eines Staates, der niemals schläft. Auch auf mehrspurigen Ameisenstraßen außerhalb der Kolonie – vorzugsweise durch Küchen in Richtung Mülleimer – ist Tag und Nacht der Bär los. Dass die nimmermüden Ameisen fleißige Tiere sind, wissen wir spätestens seit Biene Maja. Doch eine Frage hat die neugierige Biene ausgelassen: Arbeiten Ameisen eigentlich so viel, dass sie niemals schlafen? Dieser Frage wollen wir heute in unserer Serie „Einfach tierisch“ nachgehen.

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Der Otter: Den Fischern ein Dorn im Auge

Die Rückkehr des Otters hat über mehrere Jahre die Justiz beschäftigt

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Ein kleines Gummiband hat einem jahrelangen juristischen Streit zwischen Naturschützern und Fischern ein Ende gesetzt. Heute können Fischotter von selbst aus in Fischreusen gelangen, in denen sie früher noch ertrunken wären.Vor über 100 Jahren galt der Fischotter (Lutra lutra) noch als häufiger Bewohner der Flüsse und Bäche in der Region.

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Die Kinderstube der Füchse

Welpen am Fuchsbau gut zu beobachten / Verspielter Start ins Leben

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Sie sind quirlig, neugierig auf das Leben, etwas unbeholfen, total verspielt und zuckersüß: Zwei junge Füchse, die direkt neben der Bahnstrecke zwischen Hameln und Hessisch Oldendorf auf die Welt gekommen sind. Ihre Mutter hatte es sich leichtgemacht. Die Fähe grub keinen Bau in der Feldmark. Sie brachte den Nachwuchs am Bahndamm in einem Kabelkanal aus Beton zur Welt. In unserer Serie „Einfach tierisch“ erzählen wir heute von den kleinen Füchsen.

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Der Luchs chillt ganz gerne

Er liebt die Einsamkeit – und vor allem, wenn er in Ruhe in der Sonne dösen kann

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Er wird selten gesehen und lebt zurückgezogen in den Tiefen der Wälder – und dennoch versuchen wir heute, uns ihm zu nähern: dem Luchs. Tatsächlich zu Gesicht werden die meisten Leser einen Luchs wohl eher nicht bekommen. Dies wäre „wie ein Sechser im Lotto“, sagt Naturschutzförster Heiko Brede. In unserer Serie „Einfach tierisch“ lassen wir uns dafür ganzseitig auf einen Einzelgänger mit fantastischem Hörvermögen ein.

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Wieder heimisch geworden: die Gelbbauchunke

Mit Millionen-Förderung ist ein kleiner Froschlurch im Weserbergland wieder heimisch geworden

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Unscheinbar mögen sie Spaziergängern am Wegesrand gar nicht groß auffallen: Gelbbauchunken geben sich normalerweise nur dann zu erkennen, wenn sie sich angegriffen fühlen. Dann werfen sie sich auf den Rücken und warnen ihre potenziellen Gegner mit der schwarz-gelb gefleckten Bauchseite: Gefahr in Verzug! Werden sie bedroht, dann sondern die Amphibien ein Hautgift ab. Die Rede ist von der Gelbbauchunke – für den Menschen ist sie nicht lebensgefährlich, aber immerhin schleimhautreizend.

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Das Eichhörnchen - flinker Zapfenfan

Experte und Buchautor Dr. Stefan Bosch erklärt die Besonderheiten des kleinen Nagetiers

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Bei ihnen scheint das Kindchenschema nie abgelöst zu werden: dunkle, große Kulleraugen in zuckersüßem Gesicht. Eichhörnchen fallen auch im Alter, was nur in Gefangenschaft mehr als vier bis sechs Jahre beträgt, unter die Kategorie „zum Knutschen“. Darüber hinaus weisen sie Besonderheiten auf, die eichhörnchenspezifisch sind. Dr. Stefan Bosch hat diverse Bücher über Eichhörnchen verfasst und teilt sein Wissen für unsere Mai-Serie in komprimierter Form mit uns. Das rote Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) anhand von sechs Zitaten:

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Das Eheleben der Enten

Mit der trauten Zweisamkeit ist es bei den Wasservögeln gar nicht so weit her

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Eifersüchtig, eitel, streitlustig, dickköpfig erscheinen sie – dann aber auch wieder rührend treu, manchmal stoisch und wohl eher konservativ. Dass Donald Duck mit all seiner Verwandtschaft zu eben dieser Spezies gehört, ist da nur naheliegend: Enten sind eben auch nur Menschen – oder doch nicht?

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Invasion der Schwarzmundgrundeln

Jetzt auch in der Weser: Sie fressen Laiche, Larven und Jungfische heimischer Arten

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Jemand hat mal zu mir gesagt: „Stundenlang auf einen zu warten, den man noch nie in seinem Leben gesehen hat, ist irgendwie blöd.“ Ja, das stimmt: Angeln ist jetzt auch nicht das Hobby meiner Wahl und dennoch war ich mit an der Weser und schreibe jetzt über einen Fisch, den ich noch nie in meinem Leben gesehen habe. Denn so ist es leider beim Angeln: Man fängt nicht immer das, was man möchte. Darunter fällt auch die Schwarzmundgrundel.

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"Wir haben nicht mehr viel Zeit"

Jutta Niemann von der Biologischen Station Minden-Lübbecke äußert sich zum Insektensterben. Die Biologin erklärt, wie jeder etwas zum Schutz der Natur beitragen kann.

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Die Nachricht vom großen Insektensterben schlug im vergangenen Jahr ein wie ein Blitz. Was Autofahrer seit Jahren an ihrer Windschutzscheibe beobachten konnten, wurde anhand von Daten bestätigt. Welche Auswirkungen hat der Verlust der Artenvielfalt? Und wie können wir ihm begegnen?

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Der Maulwurf - die kleine Nervensäge

Warum der Maulwurf den Gärtnern aber dennoch etwas Gutes tut

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Er ist so etwas wie die „persona non grata“ des Tierreichs. Er untergräbt bestehende Strukturen, bleibt unerkannt im Untergrund – und ist eine echte Nervensäge. „Der Maulwurf ist lästig, die wenigsten sind ihm wohlgesonnen“, weiß Reinhard Weper, Arbeitsgruppenleiter beim Nabu. In unserer Serie „Einfach tierisch“ geht es heute um den Maulwurf.

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Der Regenwurm - Superheld in Wald und Wiese

Warum der Regenwurm für uns so wichtig ist

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Um gleich mit einem uralten Irrglauben aufzuräumen: Keinesfalls leben beide Teile weiter, wenn der Regenwurm in der Mitte durchgeteilt wird. Richtig ist: Wird das Hinterende abgetrennt, kann er es wieder ausbilden. „Das ist schlau, wenn er zum Beispiel von einem Fressfeind gepackt wird.“ Sagt Sabine Klingelhöfer, Diplom-Ingenieurin für Gartenbau. In unserer Serie „Einfach tierisch“ geht es heute um den Regenwurm.

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Die Große Winkelspinne - nützlicher Angstmacher

Vor allem im Herbst kommen viele Achtbeiner in Wohnungen – die Große Winkelspinne lebt ständig drinnen

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Sie haben acht Beine und die meisten von ihnen auch acht Augen. Sie bauen Netze, warten auf Beute und seilen sich manchmal auch von der Decke herab. Wer eine Spinne in den eigenen vier Wänden entdeckt, will diese meist gleich wieder loswerden. Dabei sind die Achtbeiner durchaus nützlich. In unserer großen Serie „Einfach tierisch“ geht es heute um die Große Winkelspinne.

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Rabe und Wolf – Zweckgemeinschaft oder mehr?

Ein starkes Team

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Wo es Raben gibt, gibt es auch Wölfe. Das ist kein Zufall. Seit vielen Jahrhunderten verbindet beide eine erfolgreiche Jagdgemeinschaft. Vielleicht ist über die Jahrhunderte auch mehr daraus geworden – immer wieder wird beobachtet, dass Raben und Wölfe miteinander spielen. In unserer Serie „Einfach tierisch“ geht es heute um dieses Tier-Duo.

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Welse - die unsichtbaren Riesen

Die größten Raubfische Mitteleuropas sind auch in der Weser und in heimischen Baggerseen zu Hause

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Um den Wels, den Riesen aus den Tiefen der Weser und Baggerseen, rankt sich so manche Schauergeschichte. Die bis zu drei Meter großen Fische würden ganze Hunde, die sich am Ufer aufhalten, verschlingen, heißt es. In unserer Serie geht es heute um den Wels.

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Diese gelbe Schicht überall …

Darum ist der Blütenstaub 2018 so heftig – und es ist noch nicht vorbei

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Autos sind voll davon, Straßen stellenweise regelrecht gelb, Tische verstaubt: Blütenstaub ist aktuell überall zu sehen. Terrassenmöbel, Fensterscheiben, Blumentöpfe, Parkbänke, Spielplätze – alles Gelb. Und es könnte noch einige Zeit so bleiben. Schuld hat vor allem die Fichte.

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Krähen: Gejagte Schlauköpfe

7000 Rabenkrähen leben im Landkreis - oder weniger

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Sie benutzen Werkzeug, um an Futter zu kommen, sie scheinen langfristig planen zu können, deponieren Futter – aber nur, wenn sie nicht beobachtet werden, erkennen Gesichter auch nach Jahren, lassen fahrende Autos für sich Nüsse knacken und, Verzeihung, kacken. In unserer großen Serie „Einfach tierisch“ geht es heute um Krähen.

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Fertighäuschen mit Einflugloch

Seit 40 Jahren betreut Wilhelm Lücke Nistkästen rund um Grupenhagen

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Wilhelm Lücke ist der Herr über die Nistkästen rund um Grupenhagen. Seit nunmehr 40 Jahren kümmert er sich im Auftrag der Forstgenossenschaft ehrenamtlich um die alljährliche Inspektion und Reinigung der rund 50 Nistkästen. Diese waren damals zur natürlichen Schädlingsbekämpfung angeschafft worden.

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Weiße Amsel: Brautkleid oder Laune der Natur?

„Star“ am Futterhaus / Seltene Beobachtung

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Er ist ein heller Farbtupfer im Garten von Monika und Günter Stichweh. Ein außergewöhnlich hell gefärbter Vogel ist dieses Frühjahr zu Gast am Futterhaus. Größe und Form lassen auf eine Amsel – auch Schwarzdrossel genannt – schließen. Doch beim Blick auf das fast durchweg weiße Federkleid kommen Zweifel auf. Nicht nur bei den Stichwehs. Mag das eine seltene Vogelart sein?

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Schweinepest: Die Angst vor dem drohenden Virus

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Hameln-Pyrmont . Sicher an die 2000 Wildschweine sind in den Forsten Hameln-Pyrmonts laut Kreisjägermeister Jürgen Ziegler im abgelaufenen Jahr erlegt worden; Grund für die hohe Zahl der Strecke sei die enorme Ausbreitung der Tiere dank hervorragenden Nahrungsangebots durch milde Winter. Die Zahl des Bestandes ist weiterhin hoch, was sich schon aus dem Anteil der Forstfläche ergibt, denn rund ein Drittel des Landkreises ist Wald. Aber nicht die Tiere sind aufgeschreckt, sondern vielmehr Jäger, Veterinäramt und Landwirte. Denn die Gefahr, dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) auch im Landkreis Hameln-Pyrmont um sich greift, ist hoch.

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Von der Dichterbank zum Hexenstein

Der Patensteig ist eine lohnenswerte Entdeckung jenseits der Landesgrenze

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Der schmale Pfad führt durch Schluchten, über Bäche, entlang an Wasserfällen und vorbei an unzähligen riesigen Eiszeit-Findlingen. Eigentlich erwartet man eine solch atemberaubende Natur eher in den bayerischen Alpen als im nahen Lipperland, in direkter Nachbarschaft zum Flecken Aerzen – und doch: Beim Durchwandern des Paten- steigs im Extertal hat man den Eindruck, gleich hinter der lippischen Landesgrenze auf die beeindruckende norddeutsche Verwandtschaft der Partnachklamm nahe Garmisch-Partenkirchen oder der Höllental- klamm bei Grainau zu treffen.

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Warum sich die Fichte seit 10 000 Jahren so stark ausbreitet – und es heute schwer hat

Die eine für alles

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Die Fichte ist der „Baum des Jahres 2017“. Fachleute haben sie in den Fokus genommen, weil sie als heimische Baumart mit dem ungünstigsten Anpassungspotenzial an die drohenden klimatischen Veränderungen gilt. Sie kann Schwankungen der Niederschläge schlecht vertragen. Die Fichte stellt die Forstwirtschaft auch im Weserbergland vor große Herausforderungen. Dies wurde bei der Fichten-Exkursion unter der Leitung von Christian Weigel, Chef des Forstamtes Oldendorf, in der Forstgenossenschaft Lüntorf deutlich.

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Wie aus einer Notlösung Liebe wurde

Sigrid Halfpap begeistert sich für Pferde und das Fahren mit der Kutsche

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Den Traum, mit Tieren auf dem Land zu leben, haben sich Sigrid Halfpap und ihr Mann Axel vor acht Jahren erfüllt. Nach langer Suche hatten sie ein passendes Fachwerkhaus in Frenke gefunden – eine Pferdeweide sollte unbedingt dabei sein. Pferde sind ihre Leidenschaft – und nun auch das Fahren mit Kutsche.

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Ein Besuch bei Stauden-Junge

Selektionen und Züchtungen, von denen Gärtner weltweit schwärmen:

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Entdeckertum. Abenteuer-Gen. Früh, früher noch als zu Zeiten Fritz Junges, hatte es begonnen. Schon dessen Vater Heinrich Junge scheint von ganz besonderer Hingabe und Liebe zu den Pflanzen beseelt gewesen zu sein. Die Sonnenbraut ’Wesergold‘ ist sein Kind. Der Hamelner Gärtner und Pflanzenforscher, Urgroßvater des heutigen Inhabers der Stauden-Gärtnerei Junge in Wehrbergen, Matthias Großmann, war von einem unbändigen Entdeckergeist angetrieben. Das ’Wesergold‘ leuchtet auch nach über einhundert Jahren aus vielen gemischten Staudenbepflanzungen. Zudem war Heinrich Junge Mitbegründer der Deutschen Dahlien-Gesellschaft.

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Was hilft gegen Zecken?

Ob nun die Wahl auf biologische Mittel oder auf chemische fällt: Ein Patentrezept gegen Zecken gibt es nicht

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Da waren meine Arme ruckzuck schwarz von Zecken“, beschreibt Ortrun Humpert ihre Erfahrungen, die sie im Frühjahr beim Freischneiden ihrer Weidezäune mit den kleinen, aber gemeinen Krabblern gemacht hat. Die Schäferin aus Löwendorf bestätigt damit, was viele Menschen in der Region derzeit empfinden: 2017 ist ein extremes Zeckenjahr. Was hilft gegen den unliebsamen Parasiten?

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Die Welt der Pilze bietet für jeden etwas

Die Pilzsachverständige Annette Hinze ist eine Botschafterin der Märchenwesen des Waldbodens

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Dass es rund um Todenmann bei Rinteln besonders viele Pilze gibt, kann man eigentlich nicht sagen. Und trotzdem trifft man gerade hier immer mal wieder auf Menschen mit auffallend gut gefüllten Sammelkörbchen. Wie kann das sein? Das Rätsels Lösung: in Todenmann lebt Annette Hinze. Die Pilzsachverständigeprüft gibt ihr Wissen auch in Form von Pilzführungen weiter.

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Tanz, Glühwürmchen, tanz

Jetzt im Frühsommer haben Glühwürmchen ihren glanzvollen Auftritt

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Glühwürmchen gelten als Magiere unter den Insekten, ihre Show beginnt in der Dämmerung einer Mittsommernacht. Funkelnden Perlen gleich schwirren die Johanniskäfer auf ihrer gefährlichen Partnersuche im Garten umher. Die winzigen Geschöpfe betören mit ihrem Auftritt nicht nur ihre Braut; ihre kurze Lebensgeschichte rund um Liebe, Leid und Lust inspiriert auch Menschen zu künstlerischen Werken. Die Mythologie sagte den „Irrwischen“ nach, Unheil zu bringen. Selbst das Sterben der Popstars unter den Käfern beginnt – mit einem Leuchten

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Landplage Rapsglanzkäfer

Klein, nervig, schädlich

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„Nein, sie beißen nicht“, versichert Frauke Brauer-Siebrecht. „Sie stechen auch nicht und sie verursachen auch keine Hautirritationen.“ Vielleicht, fügt die Pflanzenschutzbeauftragte der Landwirtschaftskammer hinzu, könne es kitzeln, wenn ein Rapsglanzkäfer sich unter ein Hosenbein verirrt hat. Für Menschen sind die nur zwei bis zweieinhalb Millimeter kleinen Käfer mit ihren grün, blau oder schwarz schimmernden Chitinpanzern also gänzlich ungefährlich. Allenfalls sind sie lästig, weil sie sich auf allem niederlassen, was gelb ist, zum Beispiel gleich scharenweise auf den leuchtend gelben Blütenkörbchen der derzeit zu voller Pracht entfalteten Margeriten.Für Landwirte hingegen, speziell dort, wo großflächig Raps angebaut wird, können sie zur Landplage werden.

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Kamille sei Dank

Von Hausmitteln und alten Heilmethoden – Einblicke in die dörfliche Heilkunde des Weserberglandes

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Weit mehr als tausend Medikamente stehen kranken und leidenden Zeitgenossen heutzutage zur Verfügung – verschrieben, verkauft und verabreicht von hoch spezialisierten Ärzten, studierten Apothekern und in Hightech-Krankenhäusern. Solche Verhältnisse hätten sich unsere Altvorderen noch nicht einmal im Traum vorstellen können. Bis vor gut einem halben Jahrhundert nahm sich die medizinische Versorgung – gemessen an heutigen Maßstäben – geradezu dürftig aus.

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Lass die Natur mal machen

Wie aus einem Acker ein Garten wurde – und warum im Weserbergland Nachahmer gesucht werden

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Wenn Britta Raabe auf den Vorgarten des Nabu-Zentrums zu sprechen kommt, dann erzählt sie vom Sommer, wenn dort alles blüht und die Spaziergänger mal kurz einen kleinen bunten Strauß pflücken. Und vom Winter, wenn in eben diesen Vorgarten der Grünmüll der anderen geworfen wird. So unterschiedlich kann die Wahrnehmung von ein und demselben Garten ausfallen. Britta Raabe ist Geschäftsstellenleiterin des Nabu in Rinteln und ihre derzeitige Aufgabe könnte schwerer nicht ausfallen: Sie möchte zum Umdenken anregen. Und zwar im Garten.

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Der Wolf ist zurück in Deutschland. Und nun?

Jäger sorgen sich um das Muffelwild im Bückeberg

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Der Wolf ist in aller Munde; in Bückeburg spätestens, seit ein Exemplar des in Deutschland mittlerweile wieder heimisch gewordenen Raubtieres in der Nähe von Rusbend nicht nur gesehen, sondern auch fotografiert und gefilmt wurde. Im Kreise der Schaumburger Jäger macht man sich hingegen schon sehr viel länger Gedanken darüber, wie mit der Rückkehr des Beutegreifers nach Deutschland umzugehen ist.

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Gar nicht hundemüde

Anzahl der gemeldeten Hunde in Niedersachsen und Hameln steigt / Patenschaften für Beutelspender

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Der Hamelner als solcher scheint auf den ersten Blick nicht sonderlich hundeverliebt zu sein: Gerade einmal 0,05 Hunde pro Kopf hält er sich – alle anderen Nachbarkommunen weisen einen höheren Hund-pro-Menschenkopf-Wert aus. Im Niedersachsentrend liegt Hameln dennoch: Die Anzahl der Hunde in den Haushalten ist nämlich im Laufe der vergangenen Jahre gestiegen, wenn auch in Hameln marginal, und, um bei der Wahrheit zu bleiben: Gestiegen ist die Anzahl der registrierten Hunde. Denn wie viele Hunde tatsächlich in Deutschlands Städten unterwegs sind, lässt sich nicht sagen, Stichwort: Dunkelziffer an nicht gemeldeten Hunden.

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Heidruns Happy End

Wie ich eine Stadttaube rettete

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Was tun, wenn man einem hilfebedürftigen Tier begegnet? Bei Haustieren ist die Sache klar: Beim nächstgelegenen Tierarzt kann der Halter mittels Chip, Marke oder Ring gefunden und gegebenenfalls Erste Hilfe für den verletzten Patienten geleistet werden. Schwieriger wird es, wenn es sich wie bei meinem Findelkind um ein wildes Tier handelt – wie bei „Heidrun“, der ausgehungerten Stadttaube.

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Wenn der Kröteneimer zur Gefahr wird

Nabu baut Schutzzäune auf – größere Amphibienwanderung bei Friedrichshagen beobachtet

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Mit dem erwarteten frühlingshaften Wetter sind wieder die Kröten unterwegs. Sprinter sind die Amphibien nun nicht gerade. Damit sie beim Überqueren von Straßen nicht überfahren und getötet werden, kümmern sich ehrenamtliche Helfer um die Tiere. Im Stadtgebiet von Hessisch Oldendorf errichten Mitglieder des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) jährlich Schutzzäune.Auch im benachbarten Unsen haben die Naturschützer 320 Meter Zaun an der Landesstraße errichtet, alle zehn bis 12 Meter einen Eimer eingegraben, in denen Teichmolch und Co. bei ihrer Wanderung plumpsen sollen. Ganz ungefährlich ist der Aufenthalt in den Plastikbehältnissen für die Amphibien nicht. Statt Reifen lauern dort ganz andere Gefahren.Was viele nicht wissen: Die Eimer können zum gedeckten Tisch für Raubtiere werden.

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Eisschollen auf der Weser: Faszinierendes Naturschauspiel

Frostige Temperaturen, niedriger Wasserstand

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Ein Naturspektakel, das viele nun an der Weser besonders oberhalb des Atomkraftwerkes bewundern: Der Fluss führt wieder Treibeis. „Immer wieder faszinierend“, sagt der Grohnder Fährmann Dirk Borchers, den es selbst ebenfalls an das Ufer zog, um die treibenden Eisschollen im Bild festzuhalten.

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Die Notdurft unterbinden

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Wer einmal einen Blick dafür bekommen hat, sieht die Spuren überall – an Laternenpfählen und Straßenbänken, an den Papierkörben, Mülltonnen und Blumenrabatten, an Häuserecken, den Bäumchen in der Stadt, an den Bushaltestellenhäuschen, parkenden Autos und den Blumen, die vor Haustüren wachsen: Die noch feuchten oder bereits angetrockneten Pfützen von Hunde-Urin. Das ist schon ein bisschen ekelig. Aber was sollen Hundebesitzer tun? Die Tiere müssen nun mal pinkeln, und daran kann man sie nicht hindern. Oder?

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