Kunst & Kultur

Wie gefährlich ist das Wildschwein?

Meist ergreift das Schwarzwild die Flucht – es sei denn, es geht um den Nachwuchs oder es ist eifersüchtig

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Während der Wolf schon für Angst und Schrecken sorgt, noch bevor er überhaupt gesichtet worden ist, lebt ein anderes Tier, das dem Menschen nicht ungefährlich werden kann, mitten unter uns: das Wildschwein. Am Hohenstein erinnert ein steinernes Kreuz an einen Knecht, der dort im Jahre 1584 von einem Wildschwein getötet worden ist. In diesem Teil unserer Serie „Einfach tierisch“ geht es darum, wie man sich vor dem Schwarzwild in Acht nimmt und was es zu beachten gilt

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„Einzelne Wörter werden überleben“ und "Vor dem Vergessen bewahrt"

Interview: Klaus Siewert über die Ziele der Sondersprachenforschung und die 
Bedeutung der Buttjersprache. Kürzlich brachte er ein weiteres Buch heraus.

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Der aus Minden stammende Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Klaus Siewert – lokal bekannt für seine Beschäftigung mit der Buttjersprache – hat ein weiteres Buch zur Geheimsprachenforschung veröffentlicht. In dem 218 Seiten starken Werk hat auch Minden seinen Platz. Das MT sprach mit Siewert über sein Fachgebiet.

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Ran an die Stifte

Kunstvolle Schönschrift liegt im Trend. Damit lassen sich Tafeln, Grußkarten und mehr gestalten. Ein Besuch bei zwei Expertinnen.

Kunst & Kultur
Zurück zu Papier und Stift: In einer Zeit der digitalen Nachrichten, die jederzeit von jedem Ort der Welt gesendet werden können, erlebt die schöne Handschrift ein Comeback – und kann auch in Minden in Workshops erlernt werden. Eine, die das Spiel mit den Buchstaben in verschiedenen Formen und Schriftarten beherrscht und weitergeben will, ist die gelernte Architektin Kerstin Pflug (atelier365.de).

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„Cleansein fühlte sich beschissen an“

Ex-Junkie, YouTube-Star und Grimmepreis-Träger $ick spricht mit Schülern

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„Das Schlimmste in meinem Leben? Das war Kokain. Das wäre die Überschrift meines Lebens“, sagt $ick. Davon würde er dringend jedem abraten. Beim Basen (Kokainmit einem Röhrchen vom Blech rauchen) entwickle sich eine unglaubliche Gier, beim Ballern (spritzen) sei es noch extremer. $ick, das ist der Ex-Junkie, der seine Geschichte in mehr als 300 Clips auf dem YouTube-Kanal Zqnce erzählt hat, dazu gehören auch drei Jahre in der Hamelner Jugendanstalt. Für „Shore, Stein, Papier“ hat er zusammen mit Redakteur Paul Lücke 2015 den Grimme-Online-Award bekommen. Inzwischen gibt es seine Geschichte auch als Buch.

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Sie machen Musik für Curse und Die Fantastischen Vier: Ein Besuch bei den Hitnapperz

Die Hitnapperz sind ein Produzenten-Duo aus Minden /

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Beim letzten Treffen steckte die Musik der Hitnapperz noch in den Kinderschuhen. Fünf Jahre später haben sie das neue Curse-Album und die neueste Single-Auskopplung der Fantastischen Vier produziert. Ein Besuch im Studio von Toni und Ricco Schönebeck.

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„Discovery“ lässt „Star Trek“ wieder abheben

Die Gegenwart fliegt mit

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So kennen wir es seit Captain Kirk: Ein Kapitän – ein Raumschiff. Der Kapitän ist – in der Regel – der Mutigste, der Cleverste und der Weiseste. Haudegen oder Uno-Generalsekretär mit Phaserpistole – je nach Zeitgeist. Die neuste Fernsehserie aus dem „Star Trek“-Universum, „Star Trek: Discovery“, bricht gleich zu Beginn mit solchen Erwartungen.

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Der Ruf der Schlange

Mal bewundert, mal verdammt

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Kaum ein anderes Lebewesen hat die Fantasie der Menschen so angeregt und beflügelt wie die Schlange. Dabei wurden und werden dem Tier – je nach Kulturkreis und Religion – äußerst unterschiedliche und verschiedenartige Eigenschaften und Fähigkeiten zugeordnet. Als giftiges Reptil verheißt die Schlange Tod und Verdammnis. Als ein Wesen, das seine Haut erneuert, steht sie für Wiedergeburt, Auferstehung und Heilkunst. Als Sexualsymbol ist sie Sinnbild der Fortpflanzung und des Fortbestands des Lebens. Sie kann männlich, weiblich oder aus sich selbst entstanden sein und steht für die schöpferische Kraft der Erde.

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Sagen über Abpflüger, Grenzsteinfrevler und betrügerische Landvermesser

Männer mit glühenden Stangen

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Eine der folgenreichsten Umbrüche in der Geschichte der Menschheit war die sogenannte Neolithische Revolution. In der Jungsteinzeit wurden Jäger und Sammler aufgrund dramatisch veränderter Umweltbedingungen zu Viehzüchtern und Ackerbauern. Dabei setzte allmählich eine individuelle Inbesitznahme von Grund und Boden ein. Was bis in die Gegenwart hinein zu einer Unzahl von Konflikten über die Festlegung und Markierung von Grenzverläufen geführt hat. Und in alter Zeit zu einer Vielzahl von Sagenbildungen.

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Adelbert von Chamisso: Von der Weser in die weite Welt

Hameln zählt zu den Lebensstationen des Romantikers und Literaten Adelbert von Chamisso

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Im Kreis der Berliner Romantiker hat Adelbert von Chamisso zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen festen Platz. Dann legt er den Federkiel beiseite und zieht mit der Botanisiertrommel in die Welt. Als Reiseschriftsteller und Naturforscher ist der Mann, der in Hameln seinen Militärdienst leistete, heute wieder aktuell und interessiert Künstler und Wissenschaftler.

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Hämelschenburg - ein einzigartiges Schloss

Es gilt als Hauptwerk der Weserrenaissance – jenem Baustil, der für den Weserraum so typisch ist

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Ausgerechnet im beschaulichen Dörfchen Hämelschenburg nahe Hameln erhebt sich das als Hauptwerk der Weserrenaissance geltende Schloss. „Von einer europäischen Dimension“ spricht gar Lippold von Klencke, Nachfahre der Schlosserbauer, mit Blick auf diese Baustilrichtung. „Die Menschen kommen aus aller Welt – und sind beeindruckt.“

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Das Einhorn - ein weißes Pferd mit magischen Kräften

Einhörner gehören zu den edelsten der Fabelwesen

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Einörner, wunderschön, sanft und scheu, doch zornig gegen Feinde, die sie mit ihrem spitzen, gezwirbelten Stirnhorn töteten - es gibt viele mythische Wesen, an deren reale Existenz jahrtausendelang geglaubt wurde. Man wusste schon von den Persern her, wie Einhörner aussahen, man gab diese Beschreibungen und weitere Erzählungen in Reiseberichten, Volksbüchern, wissenschaftlichen Arbeiten und als Historiker weiter.

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Eine Hymne für die Hippies

„San Francisco“ von Scott McKenzie wird veröffentlicht

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Man nennt sie One-Hit-Wonder, Musiker, die nur einen Hit in ihrer Karriere verzeichnen können und an diesen Erfolg niemals wieder anknüpfen können. Auch Scott McKenzie hatte nur einen Hit – aber was für einen: „San Francisco (Be Sure To Wear Flowers In Your Hair)“ war 1967 wochenlang weltweit auf Platz eins der Singlecharts und wurde zur Hymne der Hippies und Blumenkinder, es war der Song einer ganzen Generation; wegen dieses Liedes sollen Hunderttausende nach Kalifornien gezogen sein.

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Des Teufels Pakt

Am Ende ist der Höllenfürst meistens der Gelackmeierte

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Du unterzeichnest dich mit einem Tröpfchen Blut“ – auch wenn Faust das als „Fratze“ sieht: „Blut“, so ausgerechnet der Teufel alias Mephistopheles: „Blut ist ein ganz besonderer Saft.“ Der berühmte Teufelspakt – und festzustellen, auch er: „Nichts als ein armer Teufel.“ Tief blicken lässt auch, dass er ausgerechnet nach seinem spektakulären Deal mit Gottvater was „Geschriebenes in der Hand haben will“, als würde er dem alten Herrn nicht so recht trauen.Was müssen sie nicht alles anstellen und (...)

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Warum Sebastian Krumbiegel für mehr Courage gegen rechtsextremes Gedankengut wirbt

„Sich schämen reicht nicht“

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Das Thema Courage ist für Sebastian Krumbiegel (Die Prinzen) nicht erst seit dem traumatischen Überfall auf ihn durch Rechtsradikale enorm wichtig. Krumbiegel zieht eine Zwischenbilanz seines Lebens und verknüpft seine Biografie mit zeitgeschichtlichen Ereignissen. Sein Credo: Courage zeigen. Anreisser

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Zeit der Hoffnung

Ostern – ein Fest zwischen christlichen und heidnischen Ursprüngen

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Kaum ein anderes Fest ist so mit Symbolen befrachtet wie Ostern. Von den Christen als Auferstehung Jesu gefeiert, reicht die kulthafte Bedeutung des neben Pfingsten ältesten und wichtigsten christlichen Festes bis in die frühe Menschheitsgeschichte zurück. Ostern markiert den Zeitpunkt des Lichtwerdens, des Erwachens und der Wiederauferstehung der Natur und des Lebens. Dieser Hoffnung spendende und Neuanfang verheißende Moment wird seit Menschengedenken weltweit gefeiert. Das Gemisch zwischen (...)

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Magischer Schutz

Vom Glauben an die Kraft der Talismane und Amulette

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Früher glaubten die Menschen, dass die umgebende Natur beseelt sei. Bäume, Pflanzen, Berge, Himmel und Erde hatten in ihrer Vorstellung ein Eigenleben. Im Gefühl ihrer Hilflosigkeit gegenüber Naturgewalten glaubten sie im niederfahrenden Blitz, im Hagel, in Vulkanausbrüchen und im Sturm übermächtige Wesen zu erkennen. Das Bedürfnis nach Schutz war dementsprechend groß. Ebenso der Wunsch, wenigstens ein Stück weit Einfluss nehmen zu können auf das, was immer wieder unvermittelt über ihre Welt (...)

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Langeweile im Himmelreich

Engelstanz und Himmelsthron in alle Ewigkeite - manchen Märchenfiguren ist das nicht genug.

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Der Münchener Alois Hingerl weiß wie es im Himmel ist - langweilig. Er sitzt auf einer Wolke, singt zur Harfe Hosianna und von Bier und Schnupftabak hält Petrus ganz und gar nichts. Ludwig Thoma überspitzt mit seiner berühmte Erzählung „Ein Münchener im Himmel“ die volkstümlichen Vorstellungen und märchenhaften Beschreibungen von dem, was die Menschen im Himmel erwartet.

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Wo der Tod „Zum Wohl!“ sagt

Sagen über mordende Wirte und höllische Gasthäuser

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Es gab Wirte, bei denen hätten Reisende besser nicht einkehren sollen. Zum Beispiel im alten Griechenland bei einem gewissen Prokrustes. Kam ein Gast, wies er ihm entweder ein zu kleines oder ein zu großes Bett an. Dann machte er ihn ‚passend‘: Dem zu langen Gast hackte er Gliedmaßen ab, dem zu kurzen renkte er sie aus. So erzählt es jedenfalls eine Sage des Klassischen Altertums. Seither genießen Wirtinnen und Wirte in der Literatur, vornehmlich in Sagen und Märchen, einen eher zweifelhaften (...)

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Das große Grauen – der Schwarze Tod!

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Es fing eigentlich ganz harmlos an. Wie jedes Säugetier, das frei lebt, können auch Ratten schon mal Flöhe haben. An sich nichts Besonderes. Die Menschen vergangener Jahrhunderte hatten sich längst an Parasiten jeglicher Art gewöhnt: Wanzen, Zecken – und eben auch Flöhe. Die Ratten selbst sah man als schädliche Nahrungskonkurrenten an, den auf ihnen lebenden Flöhen maß man keinerlei weitere Bedeutung zu. Was für eine tödliche Gefahr damit auf das gesamte Abendland zukam, ahnte man damals nicht.

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Rattenfänger – gibt’s die?

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Diese Frage stand einst eingangs der Ausstellung zur Rattenfänger-Sage im Museum Hameln. Die Antwort dazu wurde auch gleich gegeben: „Rattenfänger hat es wirklich gegeben und gibt es auch heute, der ,Rattenfänger von Hameln’ jedoch ist eine literarische Fiktion.“ Was aber waren das damals für Leute, die „echten“ Rattenfänger vergangener Jahrhunderte? In der 1905 erschienenen Auflage seines „Tierleben“ erwähnt Alfred Brehm unter dem Stichwort „Ratte“, dass im Hochmittelalter die Städte gut (...)

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Eine Legende aus Stahl

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Ein Ulfberht-Schwert! Das, was 2015 15 Kilometer flussabwärts von Hameln aus den Weserfluten auftauchte, war nicht weniger als eine archäologische Sensation. Die Schwerter mit den Ulfberht-Klingen geben den Forschern schon seit langer Zeit Rätsel auf. 167 Exemplare der mittelalterlichen Wunderwaffe wurden bisher gefunden. Neben der geheimnisvollen Inschrift ist es vor allem der besonders hochwertige Stahl, der das Schwert zur Legende machte. Eine Waffe, von der es heißt, sie konnte Schädel und (...)

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Versprochen ist versprochen

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Mit einem goldenen Ball fängt alles an im Märchen „Der Froschkönig“. Mit ihm spielt die jüngste und hübscheste Tochter des Königs unbefangen am Brunnen im Wäldchen, weil es dort angenehm kühl ist, wenn die Sonne vom Himmel brennt. Dieselbe Sonne, die sich über die Anmut, den Liebreiz und die Schönheit der Kleinen immer wieder verwundert, sooft sie ihr ins Gesicht scheint, obwohl sie doch so vieles schon gesehen hat, wie es heißt. Und mit dem goldenen Ball, den sie gerne in die Höhe wirft, wenn (...)

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Wenn Martin Luther zur Familie gehört

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Mit Martin Luther habe seine Großmutter väterlicherseits nichts zu tun, aber sie sei immer mächtig stolz darauf gewesen, dass ihr Sohn eine Frau geheiratet habe, die von dem theologischen Urheber der Reformation abstammt. „Ich selbst komme ja aus der mütterlichen Linie, das heißt, meine Mutter ist eine direkte Nachfahrin von Martin Luther.“ Christian Priesmeier hat gerade erst angefangen, das weitverzweigte Geflecht seiner Ahnen zu erklären, da ahnt man schon, dass es kompliziert wird. Er (...)

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